Das Wohl des Kindes führt (nicht immer) über die Eltern

Die beiden Hilfeformen „Stabilisierung“ und „Förderung“ der SpFH bei FaRO ste­hen immer im kausalen Zusammenhang zur Kooperationsbereitschaft der Eltern. Insofern dürfen die Eltern bei der Arbeit mit und für die Kinder nicht vernachläs­sigt werden.

Die Arbeit mit den Eltern in der Familienhilfe nimmt oft quantitativ zu der Arbeit mit den Kindern einen entsprechenden Stellenwert ein, da FaRO’s Familienhelfe­rinnen versuchen, über die Befähigung der Eltern das Wohl der Kinder sicherzu­stellen. Es geht dabei darum, den Eltern wichtige Strukturen und Verhaltens­regeln an die Hand zu geben, damit die Grundbedürfnisse der Kinder nach Er­nährung, Sauberkeit, Nähe und Geborgenheit gewährleistet werden.

In der Regel haben die Eltern wenige Vorbilder für eine positive Eltern-Kind-Bin­dung und eine gute Kindererziehung erfahren. Fehlt diesen Eltern zudem die nötige Einsicht, an der Verbesserung ihrer Situation mitzuarbeiten, dann werden zumindest die Sicherstellung der Grundbedürfnisse und eine adäquate Förderung ihrer Kinder auch ohne ihre Mitwirkung ermöglicht. In dem Moment, wo die Ein­bindung der Eltern gelingt, wird perspektivisch die Beendigung der Maßnahme in die Überlegungen einbezogen.