Stabilisierung und Förderung

Das Hauptziel der Familienhilfe besteht für FaRO zum einen darin, eine Stabilisierung der familiären Situation zu gewährleisten, um das Wohl der Kinder zu verbessern und deren Verbleib in der familiären Gemeinschaft zu ermöglichen. Zum anderen in einer Förderung der Familienmitglieder, mit dem Ziel der ständigen Verbesserung der Lebenssituation und einer zunehmend selbständigeren Lebensführung.

Grundsätzlich wird der Erfolg der Arbeit wesentlich von der jeweiligen Bereitschaft der Eltern zur Zusammenarbeit bestimmt. Diese Bereitschaft wird in der Regel erst während der Arbeit der Familienhelferin genauer erkennbar, woraus FaRO die beiden folgenden Formen der Familienhilfe ableitet:

Die stabilisierende Familienhilfe

Die Form der stabilisierenden Familienhilfe wird von den Familienhelferinnen bei den Familien eingesetzt, die nur eine sehr geringe Bereitschaft zur Zusammenarbeit zu erkennen geben. Die Familienhelferin hat in dieser Situation ihre primären Aufgaben im Bereich der Sicherstellung des Kindeswohls. Die Bereitschaft der Eltern zur Zusammenarbeit rückt in diesem Fall als ein langfristiges Ziel in den Hintergrund.

Es werden im Rahmen dieser Hilfeform alle notwendigen Termine der Familie z. B. zu Ärzten, Therapeuten, Schulen, Kindergärten, Ämtern und Behörden, Schuldnerberatungsstellen u.a. gemeinsam wahrgenommen. Dies erfolgt über einen ausreichend langen Zeitraum bis sichergestellt ist, dass entweder
die Kinder die Förderung erhalten, die ihre weitere persönliche Entwicklung sicherstellt
oder
die Eltern sich - im Idealfall - in der Lage sehen, die notwendigen Gänge selbst wahrnehmen zu können.

Im Vordergrund steht zunächst immer die Sicherstellung der Grundversorgung der Kinder und die Förderung der Kindesentwicklung und parallel dazu oder im Anschluss daran die Befähigung der Eltern zu mehr Selbständigkeit. Sollte dies scheitern oder nur bedingt funktionieren, wird die Maßnahme über die Regelzeit von zwei Jahren hinaus verlängert oder es werden weitergehende Maßnahmen durch den Allgemeinen Sozialen Dienst eingeleitet.

Die fördernde Familienhilfe

Die Form der fördernden Familienhilfe ist dadurch gekennzeichnet, dass die Familien die Hilfeangebote und Vorgaben der Familienhelferin annehmen, mit ihr zusammenarbeiten und versuchen, möglichst viele der in den Hilfeplangesprächen festgelegten Ziele umzusetzen.

Innerhalb der Regelzeit von zwei Jahren ist bei dieser Hilfeform eine allmähliche Verringerung der Wochenstundenzahl bis hin zum positiven Auslaufen der Maßnahme möglich. Über die Beendigung wird in Absprache mit dem Jugendamt entschieden.