Weg der kleinen Schritte

Bei allen ihren Bemühungen haben die Familienhelferinnen von FaRO immer besonders das Wohl der Kinder im Blick: deren Bedürfnis nach liebevoller körperlicher und emotionaler Zuwendung, deren Verlangen nach Einhaltung von Regeln und Normen, deren Wunsch nach Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten, deren Willen, sozial handlungsfähig und als gleichwertiges Mitglied in unserer Gesellschaft anerkannt zu werden.

Die Eltern sollen während der Zeit der Einsätze befähigt werden, diese Bedürfnisse ihrer Kinder zu erkennen und sie durch schrittweise Veränderungen zu erfüllen. Dazu bedarf es in der Regel einer langfristigen Planung und Umsetzung. Viele kleine Schritte tragen dazu bei, im Idealfall zu einer dauerhaften positiven Veränderung zu gelangen.

Die Teilziele sind primär im Hilfeplan definiert und festgeschrieben, können sich aber auch spontan entwickeln. In der Praxis werden folgende Teilaufgaben von FaRO’s Familienhelferinnen je nach Bedarf in Angriff genommen und deren Umsetzung fortlaufend kontrolliert:

Teilaufgaben bezogen auf die Familie

• Anleitung der Eltern im Umgang mit dem Säugling oder dem Kleinkind

• Hilfestellung bei der Erziehung der Kinder und im Umgang mit ihnen

• Anleitung zu einer angemessenen Körperpflege der Kinder und deren Kontrolle

• Anleitung zu einer ausgewogenen Ernährung der Kinder und Überprüfung einer regelmäßigen Ernährung

• Erarbeitung eines strukturierten Tagesablaufs für alle Familienmitglieder

• Aufarbeitung von schulischen Problemen und Vermittlung von erforderlichen Hilfen

• Organisation einer sinnvollen Freizeitgestaltung für die Kinder wie Sport, Gesellschaftsspiele, Basteln etc.

Teilaufgaben bezogen auf Institutionen und Vernetzung

• Förderung des Kindes durch Kontaktaufnahme zu Ärzten wie Kinderarzt, Zahnarzt, zum SPZ und zu therapeutischen Einrichtungen wie Logo- und Ergotherapeuten, Kinder- und Jugendpsychologen

• Anhalten zu regelmäßigen Kindergarten-, Schul- und Hortbesuchen der Kinder
Kontaktaufnahme und Informationsaustausch mit den zuständigen Schulen und Kindergärten

• Hilfestellung bei Kontaktaufnahme und Begleitung zu allen notwendigen Ämtern, Behörden und Institutionen wie Sozialamt, Amtsgericht, Schuldnerberatung etc.

• Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen der Jugendhilfe

Teilaufgaben bezogen auf sonstige lebenspraktische Bereiche

• Hilfe bei der Geldverwaltung

• Hilfe bei einer eventuellen Wohnungssuche

• Sicherstellung eines organisierten Umzugs

• Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche

• Bereitstellung kleiner Geldbeträge zur Überbrückung finanzieller Notsituationen

• Bereitstellung von kindgerechter Kleidung und pädagogisch wertvollem Spielzeug über eine eigene Kleider- und Spielwarenkammer

• Planung einer angemessenen Haushaltsführung mit den Eltern unter Einbeziehung der Kinder, soweit dies sinnvoll erscheint

• Planung von Einkäufen unter Berücksichtigung der knappen finanziellen Mittel und einer ausgeglichenen Ernährung der Familie

• Unterstützung der Eltern im Erkrankungsfall eines Familienmitglieds oder mehrerer Familienmitglieder